Jeden Mai verwandelt sich die historische Festung Roupel an der griechisch-bulgarischen Grenze in eine lebendige Kulisse des Zweiten Weltkriegs. Hunderte Darsteller in historischen Uniformen und mit zeitgenössischer Ausrüstung stellen die legendäre Schlacht von Roupel im April 1941 nach und bieten Tausenden Besuchern einen besonderen Zugang zur Geschichte.
„ROUPEL 1941 – DIE NACHSTELLUNG“ zählt zu den bedeutenden historischen Nachstellungen in Griechenland und ist dem Widerstand griechischer Soldaten gegen den deutschen Einmarsch vom 6. April 1941 gewidmet.
Die Veranstaltung entstand 2016 auf Vorschlag der Sozialgenossenschaft „Agkistro Drasi“ an die Gemeinde Sintiki. Ziel war es, das historische Erbe der Region auf eine besondere, erlebnisorientierte Weise zu vermitteln. Allmählich entwickelte sie sich zu einer wichtigen Tradition historischer Nachstellungen in Griechenland.
Heute wird sie von der Gemeinde Sintiki und dem Verein „Stenopos – Befestigungen von Belles und Agkistro“ organisiert.
Während der Nachstellung vermitteln simulierte Explosionen, Schüsse und Luftangriffe die Atmosphäre der Kampfhandlungen. Die Zuschauer erleben ausgewählte Episoden der Schlacht und lernen die Bedingungen kennen, unter denen die Verteidiger der Festung kämpften.
Das Programm umfasst außerdem historische Ausstellungen, Vorführungen militärischer Ausrüstung, Darstellungen des Alltags von 1941 und Bildungsangebote. Besonderer Wert wird auf die Teilnahme von Schulklassen gelegt, die historische Ereignisse jenseits der Schulbücher kennenlernen können.
Die Veranstaltung fördert auch die touristische Bekanntheit von Sintiki und zieht Besucher aus Griechenland und dem Ausland an.
„ROUPEL 1941 – DIE NACHSTELLUNG“ ist mehr als ein eindrucksvolles Schauspiel: Sie dient der Bewahrung historischer Erinnerung. Sie verherrlicht nicht den Krieg, sondern ehrt jene, die kämpften und ihr Leben opferten, und vermittelt jüngeren Generationen die menschlichen Geschichten hinter der Schlacht um die Festungen.